Dein heutiger Tagesbegleiter 061 – von Möwe Jonathan

dein Tagesbegleiter 061

„Du musst schon da sein,

bevor Du angekommen bist.“

Richard David Bach  in „Die Möwe Jonathan“

dein Tagesbegleiter 061

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Wikipedia Eintrag über das Werk

Der Roman schildert in drei Teilen das Leben der Möwe Jonathan, die sich durch ihre individuelle Lebensweise von ihren Artgenossen abhebt. Die Möwe strebt Perfektion im Fliegen an und wird daher von den anderen Möwen ausgegrenzt. Diese setzen ihre beschränkten und mittelmäßigen fliegerischen Fähigkeiten nur zur Futtersuche ein, als Mittel zum Zweck. Sie fliegen, um zu leben. Jonathan dagegen will seine Flugkunst vervollkommnen. Er will leben, um zu fliegen. Er übt sich im Sturzflug, um Geschwindigkeitsrekorde zu brechen, in Loopings und ähnlichen flugakrobatischen Kunststücken. Er will über den Durchschnitt hinaus und das Außerordentliche erfahren. Das Lernen und Streben nach Neuem und Unbekanntem, wovon die Freiheit des Fliegens nur ein Beispiel ist, ist Jonathan der Sinn seines Daseins, wozu er aber den Keim in jeder Möwe angelegt erkennt. Weil er damit „gegen die Würde und die Traditionen der Möwensippe“ verstößt, wird er vom Ältestenrat des Möwenschwarms verbannt. Trotz der Ausgrenzung gibt er nicht auf, sondern hält leidenschaftlich an seinen Zielen fest. „Du kannst erreichen, was du wirklich willst“ heißt das Motto.

Man kann den Roman auch als moderne Fabel und Parabel betrachten, die mit einfachen Worten komplexe soziale Zusammenhänge und Zwänge transparent zu machen versucht.

Verfilmung:
Der Roman wurde 1973 von Regisseur Hall Bartlett unter dem gleichen Titel verfilmt. Der Film war trotz seiner atemberaubenden Naturaufnahmen eher ein Flop, dafür wurde die Filmmusik von Neil Diamond weltberühmt.

Dein heutiger Tagesbegleiter 057 – von Arno Stern

dein Tagesbegleiter 057

Lasst den Künstlern ihre Kunst

Und den Kindern ihre Gunst.

Doch das schöne Spiel vernichtet,

Wer mit Kunst sie unterrichtet.

Arno Stern

dein Tagesbegleiter 057

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Zitat aus Wikipedia, über Arno Stern

Arno Stern besuchte drei Jahre lang die Schule in Kassel, bevor er mit seinen Eltern nach der Machtergreifung Hitlers nach Frankreich emigrierte. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs flüchtete die Familie weiter in die Schweiz. Zusammen mit ungefähr 300 anderen Flüchtlingen verbrachte Arno Stern dort bis zum Ende des Kriegs seine Jugendjahre in einem notdürftig umgestalteten Fabrikgebäude. Während dieser Zeit der Internierung wurden die Flüchtlinge von Hilfswerken betreut, die ihnen Bücher, unter anderem über Kunstgeschichte, zur Verfügung stellten. Arno Stern nutzte auch in diesen Jahren seine eingeschränkte Freizeit zum Zeichnen. Nach Jahren der Internierung und Staatenlosigkeit kehrte Arno Stern mit seiner Familie nach Kriegsende nach Frankreich zurück und erlangte die französische Staatsbürgerschaft.[1]

1946 arbeitete er in einem Heim für Kriegswaisen in einem Pariser Vorort. Sein Auftrag war es, die Kinder zu beschäftigen. Arno Stern ließ sie malen. So entstand der Malort. In den 1950er Jahren baute er seine Arbeit aus und richtete ein Atelier im Pariser Viertel Quartier Saint-Germain-des-Prés im 6. Arrondissement für Kinder ein. 33 Jahre lang war dieses Atelier unter dem Namen „Académie du Jeudi“ in Betrieb, bis Arno Stern in ein anderes Quartier umsiedelte. Dem neuen Ort gab er den Namen Closlieu (und definierte die deutsche Übersetzung Malort. „Der geschlossene Raum“ heißt die exakte Übersetzung ins Deutsche).

Die Medien wurden mit der Zeit auf Sterns Arbeit aufmerksam. Arno Stern wurde mehrfach interviewt, Reportagen wurden gemacht, und er selbst schrieb Artikel über sein Schaffen.[2] Er ist der Vater von Bertrand Stern, André Stern (mit dem er auch gemeinsam Schriften verfasste).

Auch die UNESCO wurde auf Stern aufmerksam und delegierte ihn als Experten zum ersten internationalen Kongress über Kunsterziehung nach Bristol.

Dein heutiger Tagesbegleiter 056 – heute eine persische Weisheit

dein Tagesbegleiter 056

Aufmerksamkeit

In Persien lebte einmal ein Mann, der am Strand des Meeres entlang ging und ein Säckchen volle kleiner Steine findet.

Achtlos lässt er die Steine durch seine Finger gleiten und schaut dabei aufs Meer. Er beobachtet die zahlreichen Möwen, die auf den Wellen schaukeln und wirft übermütig mit den Steinchen nach den Vögeln. Spielerisch schleudert er die kleinen Dinger ins Meer, und eines nach dem anderen versinkt in den Wogen. Einen einzigen Stein nur behält er in der Hand und nimmt ihn mit nach Hause.

Doch was muss er da festellen? Beim Schein des Herdfeuers erblickt er in dem unscheinbaren Stein einen herrlich funkelnden Diamanten.

„Du Dummkopf“, schilt er sich selbst, wie gedankenlos hat du einen ungeheuren Schatz verschleudert.“

Er eilt zum Strand zurück, um die verlorenen Diamanten zu suchen. Doch vergebens, sie liegen unerreichbar auf dem Meeresgrund verborgen. Keine Selbstanklage und Reue, keine Tränen und Vorwürfe können ihm den achtlos weggeworfenen Schatz zurückgeben.

persische Weisheit

dein Tagesbegleiter 056

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Dein heutiger Tagesbegleiter 054 – von Emile Coue

dein Tagesbegleiter 054

„Jede bildhafte Vorstellug, die uns erfüllt,

hat das Bestreben, sich zu verwirklichen.“

Èmile Coué

„Die Selbstbemeisterung durch bewusste Autosuggestion“

dein Tagesbegleiter 054

dein Tagesbegleiter 054

Zitat aus Wikipedia:

Emile Coué beschrieb seine Lehre in dem Buch Die Selbstbemeisterung durch bewusste Autosuggestion. Diese basierte auf zwei Grundgedanken:

  1. Jeder Gedanke in uns ist bestrebt, wirklich zu werden.
  2. Nicht unser Wille, sondern unsere Einbildungskraft, die Fähigkeit, sich etwas glauben zu machen, ist die bedeutsamste Eigenschaft in uns.

Seinen Patienten sagte Coué klar: „Ich habe keine Heilkraft, nur Sie selbst!“

Große Erfolge kann man laut Coué mit der einfachen Übung erzielen, sich lebenslang täglich nach dem Erwachen und vor dem Schlafen etwa 20 mal halblaut (damit der Satz über den Gehörsinn im Unbewussten verankert wird) vorzusprechen:

„Es geht mir mit jedem Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser!“ (Tous les jours à tous points de vue je vais de mieux en mieux!)

Hierbei sei es gleichgültig, ob man daran glaube oder nicht und was man bewusst dabei denke, solange nur die Lippen den Satz laut genug formten, damit er über die Ohren wieder zurückwirken könne. Hilfreich sei eine Knotenschnur oder Ähnliches zum Abzählen. Coué empfahl, den Satz möglichst kindlich und unangestrengt zu sprechen, langsam und monoton in der Art einer Litanei oder eines Mantras, ohne den Willen zu sehr zu bemühen.

Bei akuten Schmerzen oder Beschwerden, gleich ob körperlicher oder seelischer Natur, gab Coué den Rat, die Hand auf die betroffene Stelle oder die Stirne zu legen und möglichst schnell zu wiederholen: „Es geht vorbei. Es geht vorbei. Es geht vorbei …“, bis die Symptome abklängen. Die Selbstbehandlung sei bei Bedarf zu wiederholen, bei regelmäßiger Anwendung werde sich der Erfolg immer schneller einstellen und die Symptome immer seltener erscheinen, bis sie schließlich ganz verschwunden seien.

Coué betonte ausdrücklich, kein Wunderheiler zu sein, er habe lediglich als erster moderner Wissenschaftler und Mediziner das Primat der Vorstellungskraft über den Willen durchschaut und erkannt, dass beim Großteil aller Leiden die psychische Komponente die somatische überlagere und nach Ausheilung der physischen Erkrankung oft weiterbestehe. Da ferner alle Lebensvorgänge vom Unbewussten her gesteuert würden, ließe sich durch bewusste Autosuggestion die Wirkung des Unbewussten in Richtung einer Heilung beeinflussen. Coué drückte es auch mit folgenden Worten aus: „Jede Vorstellung, die sich genügend stark eingeprägt hat, strebt danach, sich zu verwirklichen und verwirklicht sich, soweit ihr keine Naturgesetze entgegenstehen.“