Warum FRAGEN in der Kommunikation so kraftvoll sein können.

Wenn dich diese Zeilen interessieren, dann gehe ich davon aus, dass du diejenige oder derjenige in deiner Beziehung bist, die/der bemüht ist, eure Kommunikation in Balance und auf einem guten Level zu halten.

Wenn du die folgenden Punkte in Zukunft anwendest, gelingt dir das bestimmt.

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5 Gründe, warum du fragen solltest

  1. Fragen sind deshalb so wichtig, weil sie dir helfen, die Kurve zu kratzen, wenn du merkst, du hast dich sehr ungeschickt ausgedrückt und dein Partner reagiert eingeschnappt.
  2. Du musst dich unbedingt fragen trauen, wenn du dir nicht sicher bist, ob du deinen Partner richtig verstanden hast. Das kann ein Wort sein, das du nicht richtig gehört hast oder du bist dir unsicher, ob du weißt, was dein Partner gemeint hat.
  3. Fragen spielen eine wichtige Rolle, wenn du eine Bitte formulieren möchtest. Sie gelingt besonders gut, wenn du verstehst, eine Brücke zu deinem Partner zu bauen.
  4. Eine richtig gestellte Frage kann als sogenannter „Türöffner“ behilflich sein. In diesem Fall möchtest du, dass ein Gespräch mit deinem Partner, deiner Partnerin in Gang kommt oder
  5. wenn du merkst, deinen Partner betrückt etwas und du wünschst dir, dass  er sich dir anvertraut.

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Das Geheimnis der Formulierung

  • Du merkst, du hast dich unglücklich ausgedrückt, dann könntest du z.B. fragen: „So wie ich das gerade gesagt habe, macht dich das bestimmt wütend, stimmts?“ (Dein Partner kann dir gar nicht böse sein)
  • Wenn du etwas nicht verstanden hast oder du dir nicht sicher bist, ob du du weißt, was dein Partner gemeint hat, dann frage: „Habe ich dich richtig verstanden, du meinst, du …….“ (Hier setzt du ein, was du verstanden hast).  Wenn du ein Wort nicht ideal gehört hast, dann frage: “ Was meinst du mit ……?“ (Setze das Wort ein, das du nicht richtig gehört hast)
  • Angenommen, du möchtest, dass dein Partner, deine Partnerin den Geschirrspüler ausräumt, dann baue beim Formulieren deine Bitte eine Brücke: „Ist es in Ordnung für dich, wenn Du heute den Geschirrspüler ausräumst?“ (Der Angesprochene hat das Gefühl auch „nein“ sagen zu können und fühlt sich daher nicht unter Druck gesetzt)
  • Fragen als „Türöffner“ klingen z.B. so: „Interessant, sprich weiter!“ oder
    „So habe ich das noch gar nicht gesehen.“ (Damit vermittelst du deinem Gesprächspartner das Gefühl, dass du ihm auch wirklich zuhörst und ist bereit, weiter zu sprechen und sich dir gegebenüber zu öffnen)
  • Wenn du merkst, deinen Partner bedrückt etwas, dann gehe so vor: „Ich sehe, dich bedrückt etwas, möchtest  du mir sagen, um was es geht? Es muss nicht sofort sein, gib mir einfach Bescheid, ich höre dir zu.“ (Du gibst deinem Partner das Gefühl, jeder Zeit für ihn da zu sein um ihm zuzuhören. Er bestimmt den Zeitpunkt.)

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Das waren einige Vorschläge von mir, wie ich sie formuliere. Mit der Zeit wirst du deine Fragen an deine Art zu sprechen angleichen. Möglicherweise wirst du etwas Übung brauchen und deine Erfahrungen sammeln, wie deine Fragen ankommen.

Es ist dabei ganz besonders wichtig, dass deine Fragen ehrlich gemeint sind. Wenn dem nicht so ist, wird das dein Partner, deine Partnerin sehr bald merken und fühlt sich nicht ernst genommen. Du erreichst damit das Gegenteil.

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Ein kleiner Trick zum Schluß

Wann immer du unsicher bist und du nicht weißt, wie du dich verhalten sollst oder nicht weißt, was du sagen sollst, dann kommunizierst du das genau so:

„Ich weiß jetzt nicht, was ich sagen soll, kannst du mir bitte helfen?“

„Das wollte ich so gar nicht sagen, aber mir ist im Moment nichts besseres eingefallen, verstehst du, was ich sagen wollte?“

„Habe ich dich jetzt beleidigt?“ (Sprich es aus, wenn du das wissen möchtest)

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Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Anwendung!

Deine Silvia.

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Ich möchte es nicht versäumen, dich auf meinen Workshop in Graz hinzuweisen.

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